Talentschmiede – Tor zur Welt

LichtwarkSchule: Talentschmiede. Atelier. Foto: Reimar Palte

Kunst-Stipendium für besonders begabte SchülerInnen von 13 bis 15 Jahren

Die Talentschmiede ist ein einjähriges Kunst-Stipendium für künstlerisch begabte Kinder und Jugendliche. Sie ist die letzte und anspruchsvollste Stufe im Kurskonzept der LichtwarkSchule.
Jedes Jahr im September werden die Kunststipendien, die die Blankenburg’sche Hamburg Stiftung seit 2012 finanziell fördert, ausgeschrieben. Für ein Jahr erhalten die Stipendiaten von der Künstlerin Adriane Steckhan professionellen Kunstunterricht. Die Kurse finden im Atelier der HAW – Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg statt. Am Ende des Kurses werden die Werke öffentlich ausgestellt. Bewirb Dich JETZT!

Arbeiten zum Thema „TEENAGE KICKS 2020“ dürfen ab sofort eingereicht werden!

Bis zum 21. Dezember 2020 (Poststempel) verlängert wegen CORONA können sich wieder Jugendliche von 13 bis 15 Jahren für das einjährige Kunst-Stipendium Talentschmiede#9 bewerben. 


Talentschmiede#7@AltonaerMuseum-Finissage. Foto: G. Ostendarp, 2019
Jurysitzung zur Talenschmiede#8. Foto: S. Alm-Hanke, 2019
Talentschmiede - Kunststipendium für Jugendliche
Talentschmiede#7@AltonaerMuseum-Finissage. Foto: S. Alm-Hanke, 2019
Jurysitzung zur Talenschmiede#8. Foto: S. Alm-Hanke, 2019


TALENTSCHMIEDE#9 - Bewirb Dich Jetzt!

Deine Begabung ist gefragt – wir fördern dich mit einem Kunst-Stipendium im Schuljahr 2020/21.

Du bist 13-15 Jahre alt?

Du liebst Malen und Zeichnen?

Du hast einen eigenen Blick auf die Welt?

Du möchtest tiefer in die Kunst eintauchen?

 

Dann bewirb Dich um ein Stipendium bei der TALENTSCHMIEDE#9 mit Ideen aus DEINEM Kopf. Während des Stipendiums entwickelst Du mit der Hamburger Künstlerin Adriane Steckhan Deine Begabung weiter und arbeitest mit anderen Jugendlichen regelmäßig in einem Atelier der HAW. Am Ende des Stipendiums werden Deine Werke im Altonaer Museum ausgestellt.

 

Schicke uns bis zu drei Arbeiten zum Thema: TEENAGE KICKS 2020

 

Was ist für Dich das Größte?

Was nervt Dich an?

Wann bist Du ganz Du selbst?

 

Zeige uns 3 x, was wirklich bei Dir abgeht: z. B. bei Deinem Lieblingssong, beim Skaten, bei FFF, in Corona-Zeiten... Comics, Malerei, Zeichnung, Fotos – alles ist erlaubt. Format DIN A3, größere Arbeiten bitte als Foto beilegen.

 

LichtwarkSchule gUG

TALENTSCHMIEDE#9

Max-Brauer-Allee 24, 22765 Hamburg

 

Bewerbungen für das Stipendium 2020/21 Talentschmiede#9 sind bis zum 21. Dezember 2020 möglich (Poststempel) mit frankiertem A3-Rückumschlag.

 
Der Kurs startet voraussichtlich im Januar 2021 und findet dienstags um 17 Uhr an der HAW, Finkenau 35, statt.

 

>> Bewerbungsbogen TALENTSCHMIEDE#9 (download)

>> Flyer TALENTSCHMIEDE#9 (download)


Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte
Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte
Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte


 

KURZBESCHREIBUNG DES STIPENDIATENKURSES:

 

 

Orte
Museum und Natur:
beobachten und betrachten, abzeichnen und ausprobieren

 

Atelier:
nachdenken und sprechen, Kunstwerke entstehen

 

Stadt:
Street-Art an ungewöhnlichen Orten entdecken. Entdeckungszüge durch die Stadt mit den Augen der Stipendiaten

 


Techniken
Zeichnen und malen, Grundlagen lernen und neue Materialien ausprobieren, eigene Ideen umsetzen, freier werden im künstlerischen Ausdruck, sicherer im Experiment und den eigenen Strich finden und vertiefen.

 


Ziel
Ausstellung der Stipendiaten-Werke

 

Kunstwerk aus der Talentschmiede 2016-17, LichtwarkSchule. Fotonachweis: LichtwarkSchule, Dr. Reimar Palte
LichtwarkSchule: Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte


Interview mit dem Stifter Blankenburg und dem Künstler Chrobok

LichtwarkSchule: Dr. Blankenburg, ein Leben lang haben Sie sich für Kunst eingesetzt. Sie waren lange Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen und haben 2009 das Bundesverdienstkreuz bekommen. Was fasziniert Sie am Stipendiatenprogramm Talentschmiede, das Sie seit vier Jahren fördern?

 

Blankenburg: Die Basis jeder Wirtschaft ist zunächst mal ihr kreatives Potenzial. Wir möchten deshalb aufgeweckten und initiativfreudigen Jugendlichen ermöglichen, sich im Stipendiatenkurs Talentschmiede ein breites künstlerisches Ausdrucksvermögen anzueignen.Das Credo der Talentschmiede lautet „Nicht müssen, sondern wollen – und vor allem: offen und mutig bleiben“. Eine großartige künstlerische Idee sollte sofort fesseln – und sie darf sogar unverschämt scheinen. Erst später werden die jungen Menschen und ihre Ideen und Wünsche an der Realität gemessen. Vielen Stipendiaten wird durch diese „Schmiede“ später das Tor zu einer Welt mit Kunst offen stehen!

 

LichtwarkSchule: Lukasz Chrobok, woran erkennen Sie neue Talente?

 

Chrobok: Es gibt sehr viele unterschiedliche künstlerische Talente und demzufolge kann man nicht pauschalisieren. Ein anderes Wort für Talente ist Stärken. Ich mache den Stipendiaten Mut, viel auszuprobieren und zu beobachten. Eins ist mir aber immer aufgefallen: Wissbegierde und Neugier schlummert in allen. Es gilt das Talent und die Begabung zu füttern, damit es sich entfalten kann. Und – Menschen mit Begeisterung für eine Sache oder ein Thema kommen weiter.

 

LichtwarkSchule: Welches Kunstwerk macht Sie glücklich, Jürgen Blankenburg?

 

Blankenburg: Ungewöhnliches. Zwei witzige und handwerklich gut gemachte Skulpturen von Stipendiatinnen aus den letzten TALENTSCHMIEDE-Kursen. Ich mag den Mut der beiden zu so frechen Werken.

 


LichtwarkSchule: Was zeichnet die Talentschmiede Ihrer Meinung nach aus?

 

Blankenburg: Chrobok entfacht bei den Stipendiatinnen und Stipendiaten Faszination für die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Aus Faszination entsteht Motivation und die ist einer der wichtigsten Schlüssel, damit junge Menschen ihre Potenziale entfalten können. Großartige kreative Ideen dürfen verblüffen und dem Betrachter eine Idee vermitteln, die anscheinend die Konventionen des Begreifens aufhebt. Sichere, konventionelle Arbeit wäre die Fahrkarte in die Langeweile. Die Talentschmiede erlaubt ausdrücklich Provokation, alles darf, nichts muss – und damit öffnet das Stipendiatenprogramm den jungen Talenten das Tor in die Kunst-Welt.

 

LichtwarkSchule: Die Blankenburg’sche Hamburg-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, talentierte Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Stadtteilen mit Mitteln der Kultur und durch die Unterstützung professioneller Lehrer und Künstler zu fördern. Jugendliche, die nicht der Norm des Schulsystems entsprechen und den Lehrern negativ auffallen sind durchaus auch dabei. Was ist überhaupt „normal“?

 

Blankenburg: Wenn etwas stimmig ist, gilt es als richtig. Vieles entspricht nicht der Norm, gilt also nicht als normal. Trotzdem ist es richtig!

 

Chrobok: Frei nach dem Motto „Als ich versuchte normal zu sein, stimmte etwas nicht mit mir.“

Zu Beginn des Kurses ist es für die Stipendiaten immer eine Herausforderung, ihren eigenen Einfällen zu trauen und auch ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Sie haben in der Schule gelernt: Hier ist eine Aufgabe, dafür gibt es eine Lösung und dann kommt die Bewertung. Umwege und Scheitern sind eher nicht vorgesehen und eher negativ besetzt. In der Kunst - und nebenbei gesagt auch im Leben – ist das Scheitern ein wesentliches Moment für die Entwicklung. Scheitern ist keine Sackgasse, sondern ein Lernprozess, der einen weiter bringt mit Blick darauf: Ah, so geht es also nicht, dann mal schauen, welche Ideen ich dazu noch habe.

 

LichtwarkSchule: Herr Chrobok, Sie leiten die Talentschmiede seit fast fünf Jahren. Was gefällt Ihnen bei dieser Arbeit?

 

Chrobok: Ehrlich gesagt, lerne ich ganz viel von den Jugendlichen: über ihre Jugendkultur, ihre Welt, ihre Art zu denken, was sie bewegt und umtreibt. Im Laufe des Kurses merke ich, wie viel Spaß sie an ihren eigenen Ideen haben, wie sie immer selbstbewusster werden und sie die künstlerische Arbeit weiter bringt.



AKTUELLES



Bild zu Migration und Intergration von Capri23auto auf pixabay

TAG DER STIFTUNGEN
Was wären innovative Projekte ohne den starken Rückenwind von fördernden Stiftungen? – Sie würden erst gar nicht auf die Straße kommen. Es wäre spannend darüber zu forschen, wieviel weniger divers, bunt, reich wir wären, ohne die finanzielle Förderung von Stiftungen.  Auch die LichtwarkSchule – seit 10 Jahre aktiv in Hamburg – für Kinder aus Problemstadtteilen. Unsere Künstler*innen machen Kunst mit ihnen und empowern sie, begleiten sie auf ihrem kreativen Weg zu sich selbst und ihren Stärken. Wir wären ohne Stiftungen nicht da, wo wir heute sind. 4.000 Kinder sagen Danke für Kunst, Kreativität, Musemsbesuche und für die Entdeckung einer neuen Welt, die in ihnen wohnt. Im Namen der Kinder sagen wir Danke vor allem an die Hamburgische Kulturstiftung, die uns schon so lange die Treue hält, aber auch der BürgerStiftung Hamburg, und vielen Stiftungen mehr, die an unser Potential glauben und unsere Qualität schätzen. DANKE!



LichtwarkSchule 2020 - Gemeinschaftsbild der Kleinen Künstler auf der Veddel

GESUCHT: KÜNSTLER*INNEN FÜR DIE KURSLEITUNG!

Kinder entfalten sich in der Begegnung mit Dir!

Ein  Jahr lang, zwei Stunden pro Woche, arbeitet eine Gruppe unter Anleitung einer akademisch ausgebildeten Künstler*in, aktuell in zehn Hamburger Stadtteilen und in Schleswig Holstein. Das Ergebnis: die kreativen Kräfte der Kinder werden befeuert, kulturelle Teilhabe ermöglicht, die eigene Schöpferkraft empowert! 

Zum nächstmöglichen Termin suchen wir:  >> Künstler*innen für die Kursleitung