Talentschmiede – Tor zur Welt

LichtwarkSchule: Talentschmiede. Atelier. Foto: Reimar Palte

Kunst-Stipendium für besonders begabte SchülerInnen der 7. bis 9. Klasse

Die Talentschmiede ist ein einjähriges Kunst-Stipendium für künstlerisch begabte Kinder und Jugendliche. Sie ist die letzte und anspruchsvollste Stufe im Kurskonzept der LichtwarkSchule.
Jedes Jahr im September werden die Kunststipendien, die die Blankenburg’sche Hamburg Stiftung seit 2012 finanziell fördert, ausgeschrieben. Für ein Jahr erhalten die Stipendiaten vom Künstler Lukasz Chrobok professionellen Kunstunterricht.
Die Kurse finden im Atelier der HAW – Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg statt. Am Ende des Kurses werden die Werke öffentlich ausgestellt.

LichtwarkSchule: Talentschmiede@AltonaerMuseum-Ausstellung. Foto: Reimar Palte
LichtwarkSchule: Talentschmiede@AltonaerMuseum-Ausstellung. Foto: Reimar Palte
LichtwarkSchule: Talentschmiede@AltonaerMuseum-Ausstellung. Foto: Reimar Palte


Ausschreibung: Stipendium Talentschmiede #7 | 2018-19

Mit der Talentschmiede könnt ihr unter der Anleitung des Künstlers Lukasz Chrobok eure Phantasie und Kreativität weiter entwickeln. Ihr lernt die verschiedenen Techniken der Bildenden Kunst kennen und sie einzusetzen.

 

Deine Begabung ist gefragt – wir fördern dich mit einem Kunst-Stipendium im Schuljahr 2018/19.

 

Der mehrmonatige Kurs startet im November 2018. Einmal in der Woche treffen die Stipendiaten sich mit dem Künstler im Atelier der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Finkenau 35 in Hamburg.

 

Weitere Informationen zum Thema findet ihr in Kürze hier auf unserer Website.

 

Bewerbungsschluss für die Talentschmiede #7 ist der 15. Oktober 2018 (Datum des Poststempels).


LichtwarkSchule: Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte
LichtwarkSchule: Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte
LichtwarkSchule: Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte


 

KURZBESCHREIBUNG DES STIPENDIATENKURSES:

 

 

Orte
Museum und Natur:
beobachten und betrachten, abzeichnen und ausprobieren

 

Atelier:
nachdenken und sprechen, Kunstwerke entstehen

 

Stadt:
Street-Art an ungewöhnlichen Orten entdecken. Entdeckungszüge durch die Stadt mit den Augen der Stipendiaten

 


Techniken
Zeichnen und malen. eigene Ideen umsetzen, dann freier im künstlerischen Ausdruck werden und wechseln von der Zwei- zur Dreidimensionalität.
Reliefs und 3-D-Objekte entstehen
kinetische Objekte mit Bewegung entstehen.

 


Ziel
Ausstellung der Stipendiaten-Werke

 

Kunstwerk aus der Talentschmiede 2016-17, LichtwarkSchule. Fotonachweis: LichtwarkSchule, Dr. Reimar Palte
LichtwarkSchule: Talentschmiede@HAW-Atelier. Foto: Reimar Palte


Interview mit dem Stifter Blankenburg und dem Künstler Chrobok

LichtwarkSchule: Dr. Blankenburg, ein Leben lang haben Sie sich für Kunst eingesetzt. Sie waren lange Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen und haben 2009 das Bundesverdienstkreuz bekommen. Was fasziniert Sie am Stipendiatenprogramm Talentschmiede, das Sie seit vier Jahren fördern?

 

Blankenburg: Die Basis jeder Wirtschaft ist zunächst mal ihr kreatives Potenzial. Wir möchten deshalb aufgeweckten und initiativfreudigen Jugendlichen ermöglichen, sich im Stipendiatenkurs Talentschmiede ein breites künstlerisches Ausdrucksvermögen anzueignen.Das Credo der Talentschmiede lautet „Nicht müssen, sondern wollen – und vor allem: offen und mutig bleiben“. Eine großartige künstlerische Idee sollte sofort fesseln – und sie darf sogar unverschämt scheinen. Erst später werden die jungen Menschen und ihre Ideen und Wünsche an der Realität gemessen. Vielen Stipendiaten wird durch diese „Schmiede“ später das Tor zu einer Welt mit Kunst offen stehen!

 

LichtwarkSchule: Lukasz Chrobok, woran erkennen Sie neue Talente?

 

Chrobok: Es gibt sehr viele unterschiedliche künstlerische Talente und demzufolge kann man nicht pauschalisieren. Ein anderes Wort für Talente ist Stärken. Ich mache den Stipendiaten Mut, viel auszuprobieren und zu beobachten. Eins ist mir aber immer aufgefallen: Wissbegierde und Neugier schlummert in allen. Es gilt das Talent und die Begabung zu füttern, damit es sich entfalten kann. Und – Menschen mit Begeisterung für eine Sache oder ein Thema kommen weiter.

 

LichtwarkSchule: Welches Kunstwerk macht Sie glücklich, Jürgen Blankenburg?

 

Blankenburg: Ungewöhnliches. Zwei witzige und handwerklich gut gemachte Skulpturen von Stipendiatinnen aus den letzten TALENTSCHMIEDE-Kursen. Ich mag den Mut der beiden zu so frechen Werken.

 


LichtwarkSchule: Was zeichnet die Talentschmiede Ihrer Meinung nach aus?

 

Blankenburg: Chrobok entfacht bei den Stipendiatinnen und Stipendiaten Faszination für die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Aus Faszination entsteht Motivation und die ist einer der wichtigsten Schlüssel, damit junge Menschen ihre Potenziale entfalten können. Großartige kreative Ideen dürfen verblüffen und dem Betrachter eine Idee vermitteln, die anscheinend die Konventionen des Begreifens aufhebt. Sichere, konventionelle Arbeit wäre die Fahrkarte in die Langeweile. Die Talentschmiede erlaubt ausdrücklich Provokation, alles darf, nichts muss – und damit öffnet das Stipendiatenprogramm den jungen Talenten das Tor in die Kunst-Welt.

 

LichtwarkSchule: Die Blankenburg’sche Hamburg-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, talentierte Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Stadtteilen mit Mitteln der Kultur und durch die Unterstützung professioneller Lehrer und Künstler zu fördern. Jugendliche, die nicht der Norm des Schulsystems entsprechen und den Lehrern negativ auffallen sind durchaus auch dabei. Was ist überhaupt „normal“?

 

Blankenburg: Wenn etwas stimmig ist, gilt es als richtig. Vieles entspricht nicht der Norm, gilt also nicht als normal. Trotzdem ist es richtig!

 

Chrobok: Frei nach dem Motto „Als ich versuchte normal zu sein, stimmte etwas nicht mit mir.“

Zu Beginn des Kurses ist es für die Stipendiaten immer eine Herausforderung, ihren eigenen Einfällen zu trauen und auch ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Sie haben in der Schule gelernt: Hier ist eine Aufgabe, dafür gibt es eine Lösung und dann kommt die Bewertung. Umwege und Scheitern sind eher nicht vorgesehen und eher negativ besetzt. In der Kunst - und nebenbei gesagt auch im Leben – ist das Scheitern ein wesentliches Moment für die Entwicklung. Scheitern ist keine Sackgasse, sondern ein Lernprozess, der einen weiter bringt mit Blick darauf: Ah, so geht es also nicht, dann mal schauen, welche Ideen ich dazu noch habe.

 

LichtwarkSchule: Herr Chrobok, Sie leiten die Talentschmiede seit fast fünf Jahren. Was gefällt Ihnen bei dieser Arbeit?

 

Chrobok: Ehrlich gesagt, lerne ich ganz viel von den Jugendlichen: über ihre Jugendkultur, ihre Welt, ihre Art zu denken, was sie bewegt und umtreibt. Im Laufe des Kurses merke ich, wie viel Spaß sie an ihren eigenen Ideen haben, wie sie immer selbstbewusster werden und sie die künstlerische Arbeit weiter bringt.



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Kinderfest der LichtwarkSchule 2018 im Museum für Völkerkunde Hamburg. Foto: ReimarPalte

5.000 Euro für die LichtwarkSchule

Spende von der BUDNIANER HILFE e.V. beim Kinderfest der LichtwarkSchule im Museum für Völkerkunde Hamburg von Julia Wöhlke überreicht

 

Julia Wöhlke, Chefin der BUDNIANER HILFE e.V., hat im Rahmen des Kinderfestes der Lichtwarkschule im Museum für Völkerkunde Hamburg einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro an Franziska Neubecker übergeben.  mehr >>