Aktuelles der LichtwarkSchule

Wir machen weiter!

Kreativ zuhause: Socken-Wurm
un-MÖGICH - Wir schaffen das!

Aktuell ist alles anders. Auch das Künstlerteam der LichtwarkSchule passt sein Konzept in der Corona-Krise an.

 

WIR MACHEN WEITER!
Anregungen, die über das Malen mit Buntstiften hinausgehen

 

Mehrere Wochen Homeschooling in kleiner Wohnung, kein Treffen mit liebgewonnenen Bezugspersonen, Freunden und Künstlern der LichtwarkSchule – das ist nicht nur für Kinder verunsichernd. Die Aufgaben von Schulleitern und Lehrern sind vielfältig und mehr geworden und durch die Corona-Krise herausfordernd.

Doro* ist 62 Jahre alt und von der aktuellen Krise sehr betroffen. Durch ihr Alter gehört sie zur Risikogruppe, „das drückt auf die Psyche". Nach außen sei sie stark, aber „innerlich bin ich sehr aufgewühlt und gerade in diesen Tagen ein richtiger Schisser“.


Was ihr fehlt, ist auch ihr Alltag als Vorschullehrerin. Sie arbeitet an einer Brennpunktschule in Jenfeld und begegnet den Kindern mit Wärme und ist mit ganzem Herzen engagierte Lehrerin. „Viele Kinder suchen die Nähe zu mir, greifen meine Hand beim Rausgehen, umarmen mich spontan, erzählen mir in solchen Momenten, was sie freut und was sie traurig macht“, erzählt die Lehrerin. Die größte Herausforderung sei gerade das Unabsehbare. „Virtuell kann ich den Kindern nicht so nah sein, wie ich es möchte. Auch der persönliche Austausch mit meinen Kollegen fehlt mir“. Und auch die Lichtwark-Künstler vermisst Doro.

Kinder stärken mit Kunst
Zweimal die Woche bekamen ihre Vorschulkinder im laufenden Schuljahr Besuch von Künstlern der LichtwarkSchule, die sich auf die Fahne schreibt, Kinder mit Kunst zu stärken. „Das Wirken der Lichtwark-Künstler ist an unserer Schule eine kreative Ergänzung zur Leistungsorientierung des Lehrplans“, erklärt Doro, die den engen Austausch mit den Künstlern schätzt. Die Künstler kommen über ein Jahr lang wöchentlich für zwei Stunden, begegnen den Kindern, aber bewerten sie nicht. Im künstlerischen Schaffen entdecken die Kinder sich selbst, neues Material, ihre eigene Schaffenskraft und Wirkmacht. Über die Kunst entwickeln sie ihre Fähigkeiten weiter. „Natürlich kann ich das. Ich bin nämlich ein Künstler“, antwortet ein Junge eines Lichtwark-Kurses auf die Frage, ob er die neuen Aufgaben konzentriert auch allein zuhause lösen werde.

Wenn keiner mehr zuhört, ist es umso wichtiger, Bilder für das zu finden, was einen beschäftigt
Die Kurse der Lichtwark-Künstler finden aktuell weder in Vor- noch in Grundschulen statt. Dennoch hält das Team Kontakt zu den Schulen und liefert regelmäßig neue Kunst-Ideen für zuhause, leicht für die Kinder umzusetzen mit Material, das alle dahaben.

Auch Lehrerin Doro leitet kleine Filme und PDFs mit Tipps per E-Mail oder WhatsApp an die Eltern ihrer Schüler*innen weiter. Als Internet-Beauftragte ihrer Schule platziert die Kunstliebhaberin alle Kunst-Häppchen der Lichtwark-Künstler auf der Schul-Homepage. Gern werden die Anleitungen auch den Lehrpaketen beigelegt. „Am liebsten möchte ich jeden Tag eine neue Kunst-Idee bekommen“, jubeln manche Kinder und fordern bunten Nachschub.

Auch Doro erreicht ihre Kinder über kreative Wege. Seit Anfang der Woche liest sie ihren Schützlingen abends eine Kurzgeschichte vor. Per WhatsApp. Lediglich ein Junge sei nur per E-Mail zu erreichen. „Neue Zeiten, neue Wege. Da rufe ich dann auch gern mal an.“

Getreu dem Motto „Neue Zeiten, neue Wege“ macht auch das Team der Lichtwark-Künstler weiter und liefert seinen Kooperations-Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein kontinuierlich Kunst-Ideen für die Kids, die über das Malen mit Buntstiften hinausgehen. „Die Eltern freut‘s, oft sind Ideen dabei pour l’art statt in die Tonne“, lacht Regine Wagenblast, Geschäftsführerin der LichtwarkSchule. „Wenn keiner mehr zuhört, ist es umso wichtiger, Bilder für das zu finden, was einen beschäftigt“.

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*Name geändert



Kultursenator Dr. Carsten Brosda wird Schirmherr der LichtwarkSchule

Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda übernimmt die erste Schirmherrschaft der LichtwarkSchule. Foto: R. Palte
Kultursenator Dr. Carsten Brosda übernimmt die 1. Schirmherrschaft der LichtwarkSchule
Regine Wagenblast, Geschäftsführerin der LichtwarkSchule überreicht die Urkunde zur 1. Schirmherrschaft an Dr. Carsten Brosda. Foto: R. Palte
Regine Wagenblast überreicht die Urkunde an Dr. Carsten Brosda
Dr. C. Brosda und R. Wagenblast im Gespräch. Foto: R. Palte
Dr. C. Brosda und R. Wagenblast im Gespräch

Der Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda hat die erste Schirmherrschaft für die LichtwarkSchule NGO übernommen, die in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum feiert.

 

"Ich unterstütze mit meiner Schirmherrschaft sehr gerne die Arbeit des Teams der LichtwarkSchule, vor allem auch im Bereich soziale Integration", kommentiert Brosda sein Engagement. „Die LichtwarkSchule leistet seit zehn Jahren großartige Arbeit in der kulturellen Kinder- und Jugendkulturbildung. In Kooperation mit Vor- und Grundschulen können Kinder über soziale und kulturelle Grenzen hinweg die Kraft der Kunst kennenlernen. Damit öffnet die LichtwarkSchule Türen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration in unserer Stadt“, sagt Brosda.

 

Künstler der LichtwarkSchule gehen direkt in die Schulen Hamburger Brennpunktstadtteile und erreichen dadurch auch die Kinder, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, sich künstlerisch auszuprobieren. „Die Kinder bekommen einen verlässlichen Raum für kreative Experimente und lernen dabei auch viel über sich selbst“, kommentiert Regine Wagenblast, Geschäftsführerin der LichtwarkSchule NGO. Mit der Verbindung der künstlerisch-kulturellen Arbeit in den Schulen und den Besuchen in der Kunsthalle sowie einer Talentförderung führe die LichtwarkSchule Kinder erfolgreich an die Bildende Kunst heran, sagt Brosda. „Für diese Arbeit danke ich sehr und freue mich, dass ich im diesjährigen Jubiläumsjahr der LichtwarkSchule die Schirmherrschaft übernehmen darf.“

 

„Kindern Lust auf Bildung machen und ihr Selbstwirksamkeitsbewusstsein empowern, das ist unser Ziel. Dabei ist unser Hebel die Kunst“, so Wagenblast. Kunst eröffne Sprach- und Erfahrungsräume, die im Alltag keinen Raum finden. Sie ermögliche es, einen Schlüssel zu sich selbst zu finden, Erlebtes zu reflektieren und Vorstellungen, Wünschen und Ideen ein Gesicht zu geben. Dabei sei es eine Freude zu erleben, welche positiven Veränderungsprozesse die Künstler bei den Kindern anstoßen.

 

„Wir sind sehr glücklich, dass wir Dr. Brosda als Schirmherrn gewinnen konnten. Er ist ein engagierter Politiker und Journalist, weiß um die besondere Kraft, die von Kunst und Kultur ausgeht, lebt und liebt Kreativität. Er ist für uns der perfekte Botschafter", sagt Wagenblast über ihre Wahl.



Die ganze Welt im Kopf

Blick von St. Katharinen auf die Elbphilharmnie. Foto: R. Palte/LichtwarkSchule; coloriert

Autorin: Regine Wagenblast

 

Ausgehbeschränkung und „Lagerkoller“, Worte, die vor zwei Wochen noch kaum einer benutzte, ganz zu schweigen von der Vorstellung, dass Ausgehbeschränkungen in Deutschland und in vielen demokratischen Ländern – bis hin zum Ausgehverbot – Wirklichkeit werden könnten. Das haben wir bislang nur mit Bürgerkriegsgebieten oder diktatorischen Staaten verbunden, aber nicht mit unserem Kulturkreis. Auch „Lagerkoller“, ein Wort, das im Zusammenhang mit der westlichen Zivilisation, die stolz auf ihre freiheitlichen Grundrechte ist, kam so gut wie gar nicht vor. Wir genießen größtmögliche Freiheit. Diese Freiheit bedeutet für viele vor allem Reisefreiheit, aber auch dort zu arbeiten und zu leben, wo man möchte. Wie viel wir reisen, zeigen die Zahlen des Auswärtigen Amtes: 200.000 Touristen waren bei Anbruch der Krise unterwegs und einige warten heute noch darauf, zurückgeholt zu werden.
 
Mir kommt Immanuel Kant in den Sinn, der Philosoph der Aufklärung. In seinen letzten 50 Jahren – er wurde 80 Jahre alt – ist er nicht mehr aus Königsberg hinausgekommen, der Stadt, in der er auch geboren wurde. Er musste nicht hinaus in die Welt, um die Welt zu erfahren und zu verstehen. Er hatte die ganze Welt in seinem Kopf, in seiner Königsberger Studierstube. Einen streng geregelten Tagesablauf, der sich über Jahrzehnte nicht änderte: Um Viertel vor 5 Uhr aufstehen, sich auf den Unterricht vorbereiten, unterrichten, nachdenken, Punkt Viertel vor eins Mittagessen, dann lesen und schreiben, pünktlich um 22 Uhr ins Bett. Für uns kaum vorstellbar. Der Philosoph, der zeigte, dass der Mensch frei ist und sich in dieser Freiheit die Vernunft entfalten kann. Er schrieb und dachte über die Freiheit. Aber seine Freiheit war nicht die des Reisens, sondern Freiheit verstanden als Autonomie, aus der die Vernunft erwachsen kann.
 
Was hat das alles mit der Arbeit der LichtwarkSchule zu tun, mögen Sie sich fragen. Wir bieten keine Philosophiekurse an, sondern unsere Bildenden Künstler*innen arbeiten mit sozial benachteiligten Kindern. Doch die Freiheit im Sinne von Autonomie spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Kinder bearbeiten die Themen, die sie beschäftigen, aus ihrer eigenen Lebenswelt und setzen diese künstlerisch um. Dazu lernen sie sich zunächst selbst kennen: Erleben die Vielfalt ihrer Sinne, ihrer Wahrnehmung und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Das hilft ihnen, die Komplexität unserer Welt zu erahnen, um dann Zusammenhänge zu durchblicken und eigene Positioneneinzunehmen. Die Künstler*innen fordern die Kinder immer wieder auf, ihren eigenen Weg zu finden. Das fördert ihrselbstständiges Denken, aber auch ihr Verständnis für die Grenzen individuellen und kollektiven Handelns. Freiheit, wie sie Kant verstanden hätte.
 
Trotz Ausgehbeschränkungen und sozialer Distanzierung bleiben wir freie Menschen. In dieser Freiheit können wir frei handeln im Sinne von Kant. In seinem kategorischen Imperativ verbindet er die Freiheit mit Vernunft und Moral. Handeln aus Freiheit heißt Handeln aus vernünftiger Einsicht. Das ist jetzt gefordert.

 



Gedanken in Zeiten von Corona, Regine Wagenblast

Wenn du die Frage liebst, dann lebst du auch in die Antwort hinein

Die Treppe hinauf. Foto: R. Palte/LichtwarkSchule

Original von Rilke

„Und ich möchte dich […]
so gut ich kann bitten,
Geduld zu haben gegen alles Ungelöste
in deinem Herzen,
und zu verstehen.
Die Fragen selbst liebzuhaben
wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer fremden Sprache
geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach Antworten,
die dir nicht gegeben werden können,
weil du sie nicht leben könntest.
Und es handelt sich darum,
alles zu leben.
Vielleicht lebst du dann
allmählich – ohne es zu merken –
eines fernen Tages in die Antwort hinein.“

Heute morgen beim Joggen an der Elbe, schon etwas erschöpft und außer Atem, komme ich an die Ringelnatz-Treppe, viele Stufen den Elbberg nach oben, schaffe ich das? Ich sehe nach oben und sehe das Ende. Das hilft mir – das Ende zu sehen. Ja, ich kann das schaffen.

 

Ich denke an Corona. Was ist das Ende? Wann ist das Ende? Wie wird unsere Gesellschaft danach aussehen? Wir wissen es nicht. Können wir das durchhalten? Kann die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden, so dass möglichst viele Menschen gerettet werden können?

 

Die erste Woche ist vorbei, die zu einer der ungewöhnlichsten in meinem Leben gehört. Die Schulen und Kindergärten sind geschlossen, das soziale Leben auf ein Minimum zurückgefahren und die Wirtschaft hat eine Vollbremsung hingelegt. Ängste, Fragen, finanzielle Sorgen und Unsicherheit. Wir kennen das Ende nicht. Das ist schwer zu ertragen – jedenfalls für mich. Sind die Maßnahmen, die erheblich in unsere freiheitlichen Grundrechte eingreifen, angemessen und notwendig? Wir wissen es nicht. Keiner kann voraussehen, wie die Entwicklung verläuft. Erst hinterher kennen wir die Antwort: Was war angemessen und was übertrieben. Ich beneide die Politiker nicht, die jetzt diese Entscheidungen treffen müssen. Doch mein Gefühl ist, dass sie mit Augenmaß handeln, die Wissenschaft befragen, versuchen gute Lösungen zu finden, um das Leben und die körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung, auch ein Grundgesetz (Artikel 2), zu schützen.

 

Eine wichtige Kompetenz, die wir den Kindern in der LichtwarkSchule vermitteln, ist der Umgang mit offenen Prozessen und Unsicherheit. Sie lernen im kreativ-künstlerischen Prozess, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, Widersprüchliches und Einbahnstraßen, die nicht weiterführen. Aber es gibt auch immer die Freiheit, umzukehren und einen anderen Weg einzuschlagen. Sie lernen, die Spannung auszuhalten und nicht zu wissen. Sie lassen sich auf einen Prozess ein, der ihnen unbekannt ist, der auch nicht gelingen könnte. Doch sie machen die Erfahrung, dass sie immer wieder neu denken und neues ausprobieren können, lernen, mit dem, was gerade ist, umzugehen. Diese Haltung und Geduld wünsche ich mir für die kommende Zeit, die so viele Fragezeichen aufwirft.

 

Um es mit den Worten von Rainer Maria Rilke zu sagen, der von einem jungen Dichter um Rat gefragt wurde: "Ich möchte dich um Geduld bitten, die Frage selbst liebzuhaben und jetzt nicht nach Antworten zu forschen, die dir nicht gegeben werden können. Es geht darum, alles zu leben und dann lebst du ganz allmählich – ohne es zu merken eines fernen Tages – in die Antwort hinein." [Verkürzt]

 

In diesem Sinne wünsche ich uns, dass wir die Spannung der Unsicherheit aushalten, den Anweisungen unserer Politiker*innen folgen und Geduld haben.



Die Verknüpfung von KUNST und SPRACHE wirkt!

Bild einer Talentschmiede Teilnehmerin der LichtwarkSchule

Starke Kinder durch Kunst. In den Kursen der LichtwarkSchule entfalten Kinder nicht nur ihr kreatives Potential, sondern werden auch in ihrer Sprachkompetenz gefördert.

 

Sprache ist die Schlüsselkompetenz für Bildung. Mehrsprachigkeit ein echter Schatz. Leider wird dieser Schatz oft nicht gesehen, sondern nur die Defizite, die daraus erwachsen.

Die Verknüpfung von Kunst und Sprache entfaltet ein großes Potential. Wir eignen uns Sprache über Bilder, über Emotionen und über Erfahrungen an. Alle Künstler*innen, die bei der LichtwarkSchule neu anfangen, erhalten eine Fortbildung in Additiver Sprachförderung "Mit Kunst Sprache lernen". Die Fortbildung ist von der Hamburger Schulbehörde zertifiziert und anerkannt.

Am Wochenende startet der nächste Fortbildungsdurchgang für unser Künstlerteam!



20. Februar: Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Motiv zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit

"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein un­glückliches Kind auf Erden gibt.“ (Albert Einstein)

 

Nach wie vor gibt es Kinder, die in unserem reichen Land in Armut aufwachsen – das sind Kinder, die etwas erschaffen wollen, denen aber viel zu oft leider die nötige Unterstützung dazu fehlt. Armut und Stress sorgen für Chancenungleichheit, für einen unfairen Start ins Leben. Soziale Benachteiligung bestimmt das Leben vieler Menschen weltweit. Der „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ am 20. Februar macht auf diese Missstände aufmerksam.

 

Was bedeutet soziale Gerechtigkeit für Regine Wagenblast, Geschäftsführerin der LichtwarkSchule? "Zugang zu erstklassiger Bildung unabhängig der sozialen Herkunft, kreative „Spielplätze", um sich selbst zu entdecken und Ungewöhnliches auszuprobieren sowie Gesundheitsvorsorge für alle.“ Und was bedeutet soziale Gerechtigkeit für Sie und Euch?



Always on?!? Am 11. Februar ist „Safer Internet Day“.

JuliaSchmalzl: ohne Titel, 2017, Öl und Lack auf Leinwand, 150 x 150 cm

Vielen Dank an unserer Künstlerin Julia Schmalzl für das Motiv zum Thema. Mehr von Julia gibt es unter juliaschmalzl.de

Was wäre denn ein Beitrag von uns Kunstfreaks ohne unsere Liebe zum künstlerischen Tun zu bekunden?

Vergesst nicht, auch im digitalen Zeitalter Eure Hände zu benutzen. Kunst & Malerei – auch in dieser Ära wichtige Konstanten! Wir schätzen Kunst als Möglichkeit, sich auszudrücken, Erfahrungen zu verarbeiten und aktiv zu werden. Dennoch wissen wir selbstverständlich auch die Vorzüge der digitalen Entwicklung zu schätzen.

Der Aktionstag setzt sich für mehr Internetsicherheit und ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche ein. In diesem Jahr dreht sich alles um die Themen Idole im Netz, Influencer und Meinungsmacht.    Sekundenschneller Zugriff auf weltweites Wissen, Informationsfluten durch YouTube, Snapchat und WhatsApp: Wie beeinflusst die Digitalisierung die Entwicklung unserer Kinder? Die Heranwachsenden sind die Konsumenten und Entscheider von morgen und kennen bereits nichts anderes mehr als eine digitalisierte Welt. Was sind die Herausforderungen, Gefahren und Chancen? Jede/r von uns hat ja so seine Smartphone Habits. Aber wo hört eigentlich die Gewohnheit auf und fängt die Handysucht an?

 

Die Kindheit ist eine der wichtigsten Phasen im Leben eines Menschen. Sie bildet das Fundament, auf dem wir alles andere aufbauen können. Schon die Kleinsten kommen immer früher mit digitalen Medien in Kontakt und wischen auf Tablets, schauen Videos, hören Musik, spielen Onlinespiele. Ihre Kindheit verläuft dadurch natürlich ganz anders als die ihrer Eltern. Anders eben. Aber muss das schlecht sein? Keineswegs! Wie sagte gleich Douglas Adams (1952-2001): „Alles, was es schon gibt, wenn Du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.“

 

Nahezu alle Schüler*innen haben heutzutage ein Handy und kennen sich damit meist besser aus als ihre Lehrer. Jugendliche verbringen viel Zeit auf Plattformen wie Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube und WhatsApp. Der frühzeitige Umgang mit neuen Medien birgt jede Menge Chancen für die Kids. Selbstverständlich auch Herausforderungen für den Umgang mit der Dauerberieselung. „Ganz wichtig ist, dass Eltern und Erzieher*innen ihre Kleinen auf dem Weg in die digitale Welt begleiten. Das ist eine erzieherische Herausforderung, ein Auftrag!“, sagt Regine Wagenblast, Geschäftsführerin der gemeinnützigen LichtwarkSchule. Sie beobachte Ablenkung und Konsum bei vielen Kids, eine Always on-Zerstreuung. „Je besser wir das Netz als Kulturraum unserer Kinder kennen, desto besser sind wir alle für mögliche Probleme – und auch für Ideen einer sinnvollen Einbindung in den Lehrplan - gewappnet“, ergänzt Wagenblast.

 

Lehrer*innen, Eltern, Erzieher*innen: Tauschen Sie sich untereinander aus, das kann nicht nur bei technischen Herausforderungen hilfreich sein.



10 Jahre LichtwarkSchule NGO – Starke Kinder durch Kunst

10 Jahre LichtwarkSchule – Starke Kinder durch Kunst
10 Jahre LichtwarkSchule – F. Neubecker im Bildermeer
10 Jahre LichtwarkSchule – Colla

Wir können es selbst kaum glauben, aber es ist soweit: Wir feiern in diesem Jahr 2020 das 10-jährige Jubiläum der LichtwarkSchule. Vor zehn Jahren hat Franziska Neubecker das Projekt gegründet. Zehn Jahre mit vielen tollen Momenten und Erfahrungen, mit großartigen Künstler*innen, Kindern und deren Eltern.

Zu Ehren der Kinder, die schwierige Startbedingungen haben, wurden im Jahr 2010 erstmals in Hamburg Kunstkurse der LichtwarkSchule gestartet. Sie richten sich überwiegend an Kinder aus Problemstadtteilen, um ihnen zu ermöglichen, was Querdenkerin Neubecker als Kind nicht vergönnt war: ihrer Phantasie, ihren Visionen und ihrer Andersartigkeit im Schulsystem eine breite Öffentlichkeit zu geben.

Seit zehn Jahren ist FAST FORWARD das Motto von Neubecker! Der Initiatorin der LichtwarkSchule machte Gegenwind noch nie etwas aus. Neubecker ist immer in Bewegung und was sie heute denkt, müsste gestern schon passiert sein. Definitiv half diese Mentalität dem Wachstum der LichtwarkSchule und somit der Persönlichkeitsentwicklung zahlreicher Kinder. DANKE, Franziska!!!!

 

DANKE an alle engagierten Mitstreiter*innen aus der Kunstwelt, Kulturszene und sozialen Arbeit. Danke an all die empathischen Menschen aus Stiftungen, Schulen und Kitas. Danke an die Freiwilligen und natürlich DANKE an das Team im Backoffice. Ihr seid großartig.

 

 

Die LichtwarkSchule ist eine an Vor- und Grundschulen, sowie an Kitas angedockte mobile Kunstschule, die die Kraft der Kunst nutzt, um Kinder zu stärken. Ein ganzes Jahr lang, zwei Stunden in der Woche, arbeitet eine Gruppe unter Anleitung einer akademisch ausgebildeten Künstler*in, aktuell in zehn Hamburger Stadtteilen und in Schleswig Holstein. Das Ergebnis: die kreativen Kräfte der Kinder werden befeuert, kulturelle Teilhabe ermöglicht, die Eltern zu gemeinsamen Museumsbesuchen ermutigt und in einer öffentlichen Ausstellung die Kunstwerke der Kinder präsentiert. Kunst im Sinne von Alfred Lichtwark ist eine Schule des Sehens und ein Weg für Bildung für alle. Die LichtwarkSchule ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Hamburg und erreicht pro Jahr etwa 500 Kinder und deren Eltern.

 



Internationaler Tag der Bildung am 24. Januar

Internationaler Tag der Bildung © LichtwarkSchule
Kleine Künstler der LichtwarkSchule vor einer Arbeit der Künstlerin Miwa Ogasawara in der Galerie im Marstall

 

Jeden Tag aufs Neue, mit Geduld und Empathie, stiften gute Lehrer*innen Kinder an, die Freude am Lernen zu entdecken. Wissend um die Herausforderungen der digitalen Transformation, der Ganztagsbetreuung und des Lehrer- und Erziehermangels danken wir diesen Menschen und Brückenbauern!
 
Dennoch erleben viele Schüler*innen ihre Schule oft als wenig inspirierend und fördernd, sondern eher verwaltend und demotivierend. Das System Schule ganz neu zu denken, ist ein langer Prozess. Doch es gibt viele gute neue Ansätze. Wissenschaftler*innen wie Hirnforscherin Dr. med. Petra Wenzel sagen:

„Am besten und motiviertesten wird gelernt, wenn Informationen neu verpackt und mit einem Überraschungseffekt versehen sind, neue Lösungsmöglichkeiten selbst erarbeitet werden, das Lernen möglichst in Gemeinschaft und mit authentischer Begeisterung auf Seite der Lehrenden und Lernenden erfolgen kann und das innere Belohnungssystem aktiviert wird.“
 
Die UN-Mitgliedstaaten wollen mit dem Internationalen Tag der Bildung auf die Bedeutung von Bildung hinweisen, ein zentrales Anliegen auch der LichtwarkSchule NGO, ein an Vor- und Grundschulen angedocktes Projekt, welches mit Tools der Bildenden Kunst Kinder empowert. Über ein Schuljahr lang zwei Stunden pro Woche entfalten sich die Kinder überaus wirkungsvoll in der Begegnung mit Künstler*innen.
 
„Schule gewahrt den Zugang zu Wissen, Kunst den zu Sensibilität. Wir brauchen beides“. Diesem Zitat von Kuratorin Marilyn Douala Harris im Monopol Magazin stimmen wir begeistert zu!



Regine Wagenblast übernimmt ab sofort die Geschäftsführung

Portrait von Regine Wagenblast. Foto: Jenny Schäfer
Regine Wagenblast. © www.jennyschaefer.de

Regine Wagenblast übernimmt ab sofort die Geschäftsführung der LichtwarkSchule in Hamburg. Sie löst die Gründerin Franziska Neubecker ab, die sich zum Ende des Jahres in den Unruhestand verabschiedet.

 

Wagenblast war Geschäftsführerin des Sozialunternehmens wellcome, arbeitet als Lehrkraft im Bildungssektor und hat mehr als 20 Jahre Unternehmenskommunikation, Marketing und Fundraising in unterschiedlichen Branchen verantwortet.

 

Im Fundraiser-Magazin, Ausgabe 6-2019, spricht sie offen über den Finanzierungsakt im Bereich der kulturellen Bildung.

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FUNDRAISER (6-2019)
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Motiv Vernissage der TALENTSCHMIEDE#7
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Feiert mit uns!
download des Flyers zur Ausstellung der TALENTSCHMIEDE#7
Vernissage-Talentschmiede#7-web.pdf
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Eröffnung: 31. Oktober 2019, 14 Uhr

Ausstellung: 1. – 4. November 2019

Ort: Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg

 

Gamification, Virtual Reality, Social Media – digitales Erleben und Sehen verändert die Art wie Jugendliche Ideen verarbeiten und visualisieren.Am 31. Oktober findet im Altonaer Museum die Ausstellungseröffnung der Hamburger Schülerinnen und Schülern statt, die unser Kunststipendium TALENTSCHMIEDE erhalten haben. Unsere Stipendiaten haben ein Jahr lang, jede Woche zwei Stunden im Atelier der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit ihrer Dozentin Adriane Steckhan künstlerisch gearbeitet und ihre Positionen weiter entwickelt. Lassen Sie sich von den Ergebnissen überraschen!

 

Gäste sind am Reformationstag herzlich bei der Ausstellungseröffnung „Talentschmiede#7“ willkommen.

 

Hinweis zum Stipendium: Das Stipendium richtet sich vorrangig an Schüler der 7. bis 9. Klassen in Stadtteilschulen, die für sich Kunst als Ausdrucksmittel entdeckt haben. Finanziert wird das Stipendium von der Blankenburg'schen Hamburg Stiftung, die sich für junge Künstler engagiert. Ab November dieses Jahres startet bereits der nächste Stipendiatenkurs am Kunst- und Mediencampus an der HAW.



Gruß zum Kindertag: EIN STÜCK BILDUNG UND EINE PORTION WÄRME

Kindertag 2019 - Foto:  Mirjam Tonidis-Samkange, LichtwarkSchule
Ausstellung der LichtwarkSchule, Foto: S. Heldt

Das Team der LichtwarkSchule möchte allen Kindern zuflüstern: „Hey, das Leben ist so bunt, wie du es sein lässt. Hol‘ dir ganz viel Farbe ins Leben, lache, gestalte, träume groß, erfinde Lösungen und sei glücklich!“

 

KREATIVITÄT IST EIN ENTFALTUNGSPROZESS UND BENÖTIGT RAUM ...
Hier setzen wir an! Wenn anderen die Worte fehlen, spricht in den Kursen der Lichtwarkschule die Kunst. Akademisch ausgebildete Künstler*innen wirken als Mentoren, sind zertifiziert in additiver Sprachförderung, gehen in Kitas, Vor- und Grundschulen und empowern Kinder, in ihre Kraft zu kommen. Und das Modul wirkt!
„Wachsen heißt nicht, möglichst schnell möglichst groß zu werden. Wachsen heißt: ganz behutsam und allmählich die uns eigene und angemessene Größe zu entwickeln, bis wir den Himmel in uns berühren“ - die Worte sind von Jochen Mariss. Gelesen, kopiert und für gut befunden!!!

 

Auf das Wecken und Fördern von Neugierde und Herzenswärme!

Das Team der LichtwarkSchule



Gönnen Sie sich ein Ehrenamt!

Kleine Kuenstler. LichtwarkSchule 2019. Foto: S. Heldt

Meine Damen, meine Herren! Kommen Sie in unser Team! Gönnen Sie sich ein Ehrenamt!

 

Ein Schuljahr lang etwa zwei Stunden pro Woche unterstützen Sie eine Künstler*in im Team der LichtwarkSchule.

Wir freuen uns auf Sie >> info@lichtwarkschule.de

 

Seit fast zehn Jahren gibt es in Hamburg die gemeinnützige LichtwarkSchule. Das Konzept: hochqualifizierte freischaffende Künstler in Brennpunkt-Schulen schicken, wo sie Kindern im Alter zwischen fünf und zehn Jahren zu mehr Selbstvertrauen, Mut, Wahrnehmung, Ausdruck und Verständnis verhelfen. Starke Kinder durch Kunst – Mit Erfolg!

Ein Studententeam von Kolumne Hamburg hat unsere Künstlerin Gloria van Krimpen interviewt – Unterstützung macht viel Spaß!

 

>> Hier gehts zum Interview mit Gloria



Eine Brücke ins Zauberland der Kunst!

Die LichtwarkSchule lädt zum Kinderfest ein: Sonntag, 26. Mai 14-17 Uhr

 

Einmal im Jahr tauchen wir Hamburgs Museum am Rothenbaum (MARKK) in Farbe und animieren Kinder und erwachsene Begleiter, sich mit Kunst zu beschäftigen: Die LichtwarkSchule lädt wieder großflächig zum Kinderfest ins Museum ein.

Es gibt Kunst-Aktionen zum Mitmachen, eine Rallye durchs Museum, eine Showeinlage der Hip Hop Kids, eine Ausstellung mit Werken unserer LichtwarkSchulen-Kinder und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

“Mit Kunst Brücken bauen!” lautet das diesjährige Motto. Zusammen mit dem Künstlerteam der LichtwarkSchule gestalten die kleinen und großen Gäste Weggeworfenes zu Schmuck, werden mit selbst gebastelten Masken zu Wölfen, Feen und Superheroes, schnitzen Schiffe und bauen Brücken in das Land ihrer Träume. Müll gehört nicht gleich in die Tonne! Erweckt mit der LichtwarkSchule Schätze aus Schrott, Feld und Flur sowie aus dem Papierkorb zum Leben.

 

Kinderfest der LichtwarkSchule

MARKK – Museum am Rothenbaum, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

So. 26. Mai 2019, 14 – 17 Uhr

Kinder: Eintritt frei, Workshop/Fingeraugen-Rallye: je EUR 3,00

 

Workshop-Angebot beim Kinderfest:

„Die Kunst, ein Glückswolf zu sein: Hi Superhero!" – Künstlerin Kristina Zerr in der Wolfsausstellung

Mit Faden, Farben und Schätzen aus Schrott, Feld und Flur entstehen Wolfsmasken und Glücksbringer. Werde Teil der geheimnisvollen Waldbewohner und spüre das Glück, ein Wolf zu sein!

 

„Aus alt mach neu, mach Kunst: Papierkorb-Schätze“ – Künstlerin Mirjam Tonidis-Samkange im Gewölbesaal

Gestalte Figuren mit Schätzen aus dem Papierkorb. Deckel, Draht und Korken, Fäden, Fimo und Stoffe setzt Du in Szene! Ideen finden wir gemeinsam in der Natur und in den Traditionen der verschiedenen Kulturen.

 

„Brücken bauen: Auf ins Land Deiner Träume!“ – Künstler Leonid Kharlamov im Innenhof

Holzstücke, Kleber, Farbe und Reiselust sind die Zutaten für eine Brücke ins Land Deiner Träume. Auch Urlandschaften oder wilde Tiere warten auf Dich – lass Deinen Ideen freien Lauf!

 

„Weniger ist mehr: Beim Seifenschnitzen glucksen und glitschen“ – Künstlerin Katharina Holstein im Innenhof

Welches Detail kann weg und was muss dazu modelliert werden? Finde es selbst heraus. Beim Seifenschnitzen bringst Du neue Bewohner und Gegenstände zum Kinderfest. Und glitschig gluckst die Seife.

Motiv: Einladungskarte zum Kinderfest am 26. Mai der LichtwarkSchule im MARKK Museum am Rothenbaum

Finalist für den Hamburger Stadtteilkulturpreis

Banner Hamburger Stadtteilkulturpreis 2019 - Farbmäuse und kleine Künstler der LichtwarkSchule

Die Kunstkurse „Farbmäuse und kleine Künstler“ der LichtwarkSchule wurden mit weiteren neun Projekten und Programmen für das Finale des diesjährigen Hamburger Stadtteilkulturpreises nominiert. Der Hamburger Stadtteilkulturpreis wurde bereits fünfzehn Mal an herausragende lokale Kulturprojekte vergeben.

Aus den zahlreichen Bewerbungen von kulturellen Initiativen, Zentren, Vereinen und Einzelpersonen wählten die Behörde für Kultur und Medien, die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und Stadtkultur Hamburg zehn herausragende Projekte und Programme aus, die in besonderem Maße die Qualitäten der Hamburger Stadtteilkultur repräsentieren.

Die festliche Preisverleihung findet am Dienstag, 16. April 2019 um 17 Uhr in der Halle 424 im Oberhafen (Stockmeyerstraße 43) statt. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda wird den Preis im feierlichen Rahmen überreichen.



Internationaler Tag der Muttersprache

"König" – Werk von einem kleinen Künstler der LichtwarkSchule

Muttersprache, Vaterland und Kinderkrankheiten
21. Februar: Internationaler Tag der Muttersprache

Sprache erzählt viel über unsere Kultur, Bildung und Herkunft. Sprache ist die Schlüsselkompetenz für Bildung. Mehrsprachigkeit ein echter Schatz. Leider wird dieser Schatz oft nicht gesehen, sondern nur die Defizite, die daraus erwachsen.
Immer mehr Kinder und Jugendliche, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, wachsen in Deutschland auf. Viele haben Sprachdefizite im Deutschen und das gilt nicht nur für Kinder, die eine andere Muttersprache als deutsch sprechen. Unsere Sprache wird immer reduzierter, doch die Anforderungen steigen: Schulbildung, Berufsausbildung, vom Studium ganz zu schweigen.
Wie wichtig Sprache ist, bemerkt man erst, wenn sie immer mehr verkümmert, die schulischen Leistungen immer schlechter werden.  Bei etwa 14 Prozent der Kinder in Hamburg, die eingeschult werden, wird ein ausgeprägter Sprachförderbedarf festgestellt. „Von allen Kindern, die zu Hause … eine andere Sprache als Deutsch sprechen, verfügen 60 Prozent nicht über die Fähigkeiten im Deutschen, die sie brauchen, um von Anfang an erfolgreich am Unterricht der Grundschule teilnehmen zu können.“ (Hamburger Bildungsbericht von 2017, S. 89)
Die Verknüpfung von Kunst und Sprache entfaltet ein großes Potential. Wir eignen uns Sprache über Bilder, über Emotionen und über Erfahrungen an. Das setzt die LichtwarkSchule jetzt noch konsequenter um. Alle Künstler, die bei der LichtwarkSchule neu anfangen, erhalten eine Fortbildung in Additiver Sprachförderung "Mit Kunst Sprache lernen". Die Fortbildung ist von der Hamburger Schulbehörde zertifiziert und anerkannt. Der erste Kurs wurde gerade in Kooperation mit dem kiku (Kinderhaus Lohbrügge)  erfolgreich abgeschlossen.
Starke Kinder durch Kunst! In der LichtwarkSchule entfalten Kinder nicht nur ihr kreatives Potential, sondern werden auch in ihrer Sprachkompetenz gefördert. 



»FREIRÄUME!« | kulturelle Projekte mit Geflüchteten

Einladung »FREIRÄUME!« | Kulturelle Projekte mit Geflüchteten
Einladung »FREIRÄUME!« | Kulturelle Projekte mit Geflüchteten
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PDF-download der Einladung
Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. lädt ein zur Ausstellung »FREIRÄUME!« kulturelle Projekte mit Geflüchteten
1901_Einladung_Fonds _Freiraeume.pdf
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Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. lädt ein zur Ausstellung »FREIRÄUME!« kulturelle Projekte mit Geflüchteten
Eröffnung am 17. Januar 2019, um 18 Uhr in der Galerie im Georgshof
Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Georgsplatz 10, 20099 Hamburg


Ausstellung vom 18. Januar bis 28. Februar 2019

 

Der Fonds »FREIRÄUME!« wurde Ende 2015 von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Körber-Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ins Leben gerufen und von zahlreichen Hamburger Stiftungen, privaten Förderern, Unternehmen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützt. Nach den Anschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift »Charlie Hebdo« und der hohen Anzahl Geflüchteter, die Hamburg 2015 erreichten, war schnell klar, dass Orte der Begegnung geschaffen werden müssen, an denen interkultureller Austausch, Teilhabe und Integration stattfinden kann. Daraus entstand die Idee, gezielt künstlerische und kulturpädagogische Projekte mit Geflüchteten zu fördern. Seitdem wurden 110 Projekte unterstützt. Ob Hip-Hop-Kurse, Mal- oder Handarbeitswerkstätten, Zirkusworkshops oder Musiksessions: Allen geförderten Projekten ist gemein, dass sie (geistige) Freiräume ermöglichen, um damit aktiv zur gesellschaftlichen Integration beizutragen.

 

In der Galerie im Georgshof wird eine Auswahl geförderter Projekte aus dem Fonds »FREIRÄUME!« gezeigt, die sich durch den Einsatz verschiedener künstlerischer Mittel mit Themen wie Heimat oder Zukunft auseinandergesetzt haben:

Mohalla – GWA St. Pauli e. V., Strange at home – fraplab e. V., Stimmen der Zukunft – Hajusom e. V., Wir machen die Welle – Kunstinitiative Brookkehre, KunstGrenzgänge – LichtwarkSchule, Novaland – Deutsches SchauSpielHaus Hamburg, Bauen mit Lehm für Groß und Klein – Bunte Kuh e. V., Ziemlich schöne Aussichten – Jan Köchermann und Karin Haenlein, Afghan-Box, Fotoprojekt mit geflüchteten Jugendlichen – Jugendsozialarbeit Schanzenviertel, Künstlergruppe für Flüchtlinge – Ulrike Hinrichs, KulturcaféAlltona – MOTTE e. V.

 



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AKTUELLES



20 Jahre BürgerStiftung Hamburg

Danke BürgerStiftung Hamburg!
Die BürgerStiftung Hamburg unterstützt im laufenden Schuljahr Kurse der LichtwarkSchule in Vor- und Grundschulen der Stadtteile Hasselbrook, Jenfeld und Wandsbek. Wir sagen von Herzen DANKE!
Vor nun bereits 21 Jahren wurde die BürgerStiftung Hamburg als Gemeinschaftsstiftung von Hamburger*innen für ihre Stadt gegründet. Sie lebt von der Idee des bürgerschaftlichen Engagements, will zur Mitwirkung an gesellschaftlichen Aufgaben anstiften – durch finanzielle Zuwendungen und ehrenamtliches Engagement. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Sehr gut erinnern wir uns an die Geburtstagsparty der Bürgerstiftung auf Kampnagel – es ist genau ein Jahr her und von Corona war noch keine Rede…



Bild zu Migration und Intergration von Capri23auto auf pixabay

TAG DER STIFTUNGEN
Was wären innovative Projekte ohne den starken Rückenwind von fördernden Stiftungen? – Sie würden erst gar nicht auf die Straße kommen. Es wäre spannend darüber zu forschen, wieviel weniger divers, bunt, reich wir wären, ohne die finanzielle Förderung von Stiftungen.  Auch die LichtwarkSchule – seit 10 Jahre aktiv in Hamburg – für Kinder aus Problemstadtteilen. Unsere Künstler*innen machen Kunst mit ihnen und empowern sie, begleiten sie auf ihrem kreativen Weg zu sich selbst und ihren Stärken. Wir wären ohne Stiftungen nicht da, wo wir heute sind. 4.000 Kinder sagen Danke für Kunst, Kreativität, Musemsbesuche und für die Entdeckung einer neuen Welt, die in ihnen wohnt. Im Namen der Kinder sagen wir Danke vor allem an die Hamburgische Kulturstiftung, die uns schon so lange die Treue hält, aber auch der BürgerStiftung Hamburg, und vielen Stiftungen mehr, die an unser Potential glauben und unsere Qualität schätzen. DANKE!