Kurse bei der LichtwarkSchule                           sinngebung durch sinnerfahrung

 

„Nichts dringt in unseren Verstand vor, was nicht zuvor von unseren Sinnen wahrgenommen wurde.“ John Locke (1632-1702)

 

 

Die LichtwarkSchule, ein gemeinnütziges Bildungsangebot, arbeitet seit 2010 in Hamburg. Sie ist benannt nach dem ersten Direktor der Kunsthalle Alfred Lichtwark.


Kunst für Kinder aus allen Gesellschaftsschichten

Die LichtwarkSchule nimmt sich Kindern in sozial schwierigen Stadtteilen an, die einen besonderen Förderbedarf haben. Es sind Kinder mit künstlerischer Begabung, aber auch Kinder, die schwer in den Regelunterricht zu integrieren sind und Kinder, die im Unterricht nicht mehr sprachfähig sind und sich zurückgezogen haben.

Kunst als integrative Kraft

Getreu dem Leitspruch von Alfred Lichtwark: „Kunst ist für alle da und kann allen von Nutzen sein“, geht die LichtwarkSchule vor allem in Hamburger Schulen mit sozialen Problemen. KünstlerInnen arbeiten einmal in der Woche zwei Stunden mit Kindern zwischen 5 und 12 Jahren mit unterschiedlichen sozialen und kulturellem Hintergrund. Durch die Kunst, dem künstlerischen Prozess, werden kreative Potentiale der Kinder entdeckt und geweckt. Kunst entwickelt dabei eine starke integrative Wirkung und fördert die kulturelle Teilhabe.

Kooperation mit Schulen und Stadtteilzentren

Nach dem Prinzip der „kurzen Beine – kurze Wege“ arbeiten KünstlerInnen wohnortnah. Die LichtwarkSchule ist an den Schulen und arbeitet dort eng mit den Lehrern zusammen, kooperiert mit Stadtteilzentren und Museen und wenn immer möglich versucht sie, die Eltern der Kinder einzubinden.

LichtwarkSchule wirkt: Selbstwertgefühl und Konzentration steigen

Eine wissenschaftliche Evaluation hat die Wirksamkeit dieses Ansatzes eindrücklich bewiesen: Bei den Kindern, die die LichtwarkSchule besuchten, konnte festgestellt werden, dass sie mehr Selbstwertgefühl, größere Konzentrationsfähigkeit, ein verbessertes Sozialverhalten und eine größere kulturelle Akzeptanz entwickelten. Nicht zuletzt lernten sie die Kunst wertzuschätzen und entwickelten zum Teil außerordentliche künstlerische Fähigkeiten und soziale Kompetenzen.

 

Die Kinder lernen in der kreativen Auseinandersetzung mit Kunst angeleitet durch die KünstlerInnen der LichtwarkSchule:

  • einen lustvollen und spielerischen Umgang mit Materialien,
  • ihre sinnlichen Wahrnehmung zu schärfen,
  • die eigenen Vorstellungen und Fantasien zu akzeptieren
  • selbstständiges Denken und Handeln
  • sich über Entdeckungen und Erlebnisse auszutauschen,
  • ihre sprachlichen Kompetenzen zu stärken und
  • was innere Freiheit bedeutet.

Selbstständigkeit und Zuversicht durch künstlerische Prozesse

Aller Unterricht soll dazu anleiten, der Welt selbstständig und unabhängig gegenüber zu treten. Auch Alfred Lichtwark sagte 1905: „Die Schule soll nicht satt, sie soll hungrig machen.“ In diesem Sinne „unterrichten“ die KünstlerInnen der LichtwarkSchule.

 

Das Besondere an dieser ästhetischen Erziehung ist, dass jedes Kind – unabhängig der sozialen oder kulturellen Herkunft oder Schulleistungen – von Anfang an die ermutigende Erfahrung machen kann, dass es in der Lage ist, etwas ganz Besonderes, Unverwechselbares und Einzigartiges zu schaffen. Und diese Erfahrung strahlt auch auf das Lernen in anderen Bereichen aus.